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Outlands Report #4: Eine veränderte Welt

Rex the Red berichtet von Caerleons finaler Schlacht.

23. Januar 2020 um 16:39 von Rex the Red


I. Aufgestiegenes Avalon

Wenn du meinen Berichten in den letzten Monaten gefolgt bist, hast du mitbekommen, dass es ein ziemlicher Ritt für uns in den Outlands war. Erst gab es Gerüchte über das Erwachen von Irgendwas, danach kamen die ersten Begegnungen mit einer mächtigen und geheimnisvollen feindlichen Macht. Es war schwierig, sie zu besiegen, letztendlich aber doch möglich, und manchmal hatten sie sogar eine seltsam leuchtende Energie – lukrative Beute für diejenigen mit dem Mut, sie zu besorgen.

Aber schon bald wurde die Situation deutlich düsterer. Neue Gegner kamen, die Mutigsten davon kamen sogar in unsere Territorien. Es wurde geflüstert, dass sie irgendeine Art von uralter Armee seien, die aus dem Avalon der alten Geschichten kommen würden. Aber das war natürlich ein Gerücht… nicht wahr?

Aber dann hatten wir schnell andere, neue Gründe zur Sorge: Riesige Kreaturen, angetrieben von arkaner Magie tauchten auf, beunruhigend nah an den Portalen, die uns von den Outlands auf den Royalen Kontinent brachten. Was auch immer deren Plan war, es war sicherlich nicht gut für uns.

Die Angriffe wurden mit jedem verstrichenen Tag härter, die Beben und Brüche in den Outlands immer stärker. In den Kneipen und den Gassen hieß es, dass der Baron, auch bekannt als ‘Der Don’, – der Unterwelt-Pate, der den Schwarzmarkt von Caerleon gründete und mit seiner eisernen Hand kontrolliert – eine großangelegte Verteidigung der Stadt organisiert. Aber selbst mit unseren Kämpferzahlen, können wir so gegen eine scheinbar unaufhaltsame Macht bestehen?

II. Den Untergang vor der Tür

An diesem Morgen war die Luft in Caerleon schon seltsam; fast elektrisch. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber ich spürte in meinen Knochen, dass es ein besonderer, schicksalsträchtiger Tag wird.

(video by Equart - view channel)

Ich ging zum Marktplatz, wollte grade nach unten, um meine Auslage zu prüfen, als auf einmal eine Gruppe vorbeirannte – auf dem Weg zum Tor. Schreie von allen Seiten, Unordnung und Chaos, in all dem Lärm und Chaos gab es nur eine klare, deutliche Warnung: Wir werden angegriffen.

Ich schnappte mir den Schönen Jim und rannte mit den Leuten zum Tor. Und dann trat es durch das rot schimmernde Portal: Eines dieser monströsen Konstrukte, und es stampfte direkt auf uns zu! Wir haben die Waffen gezückt und sind direkt darauf losgegangen. Viele sind gefallen, aber wir haben es besiegen können. Nachdem es fiel haben wir die Nachricht erhalten, dass Andere an den weiteren Toren Caerleons erschienen waren, und sich in die Stadt vorzukämpfen versuchten.

Ich weiß nicht mehr, wie lange wir kämpften an diesem Tag, unser Stahl krachte immer wieder auf das Metall dieser Maschinen, aber am Ende kam eines dieser Ungetüme direkt ans Portal und begann, es zu passieren. Caerleon würde fallen! Mit all unserer Stärke kämpften wir dagegen an und haben dieses Monstrum letztendlich niederringen können. Mit einer letzten Energie-Entladung löste es eine noch größere Explosion aus, die die Leute auf beiden Seiten des Portals wegschleuderte.

Als ich wieder zu mir kam, konnte ich meinen Augen kaum trauen – Das große Portal Caerleons war zerstört, seine Magie war vergangen. Caerleon hatte keine Verbindung mehr zu den Outlands.

III. Die neue Welt

Wer hätte vor ein paar Monaten gedacht, dass nicht nur unser Leben, sondern auch unsere gesamte Existenz auf dem Spiel stehen würde? Ich hätte diesem alten zwielichtigen Baron niemals getraut, wie er da oben auf seinem Thron saß, wie der König in Person. Sicher, ich habe einen Anteil meiner Waren an ihn und seine Schläger verkauft, und dabei auch gutes Silber gemacht – aber ich hatte immer das Gefühl, dass er genauso gut Caerleon auch hätte brennen sehen können, ohne dabei auch nur mit dem Auge zu blinzeln, anstatt es vor der Vernichtung zu bewahren. Verbrecher leben vom Chaos, und davon gab es in den letzten Monaten mehr als genug.

Eines muss ich ihm aber hoch anrechnen: Er hat es vorhergesehen und er war darauf vorbereitet. Chaos ist das Eine, aber die vollständige Zerstörung von Caerleon – nun, das wäre ein schwerer Schlag für seine Geschäft, ein Schlag, den er vielleicht nie hätte wegstecken können. Die Ausrüstung, die er unserer zusammengeschusterten Armee zur Verfügung stellte, hat geholfen, die Stadt zu retten, und das werde ich niemals vergessen. Auf der anderen Seite habe es auch Gerüchte, dass er es war, der das Portal in die Luft jagte – die Bruchstücke zeigen Risse und Explosionsanzeichen, die über die Explosion des Automatons hinaus gehen. Warum? Das werden wir niemals mit Sicherheit sagen können, aber wenn er das schon vorhergesehen hat, vielleicht hat er noch mehr in seiner Zukunftsvision gesehen...

Es ist eine Art von Behelfs-Gedenkstätte an den Resten des Portals entstanden, für das Portal und alle, die dort kämpften und fielen. Es heißt, Varl der Steinmetz, einer der besten seines Faches, wird bald eine Figur fertig haben, die ein angemessenes Andenken an die Gilden darstellt, die am meisten zum Kampf gegen die avalonische Bedrohung beigetragen haben.

Abseits aller Veränderungen ist Caerleon immer noch die Mitte von Allem. Und es ist immer noch ein großer Knotenpunkt, mit schnellen Verbindungen zu allen fünf Royalen Städten. Einige meiner Kollegen im Handwerksbereich haben berichtet, dass man in der Gegend mehr mit der gleichen Menge an Ressourcen machen kann, sei es Handwerk oder Verfeinerung – vielleicht ist es ein Effekt der seltsamen Magie der hier gefallenen Avalonier.

Die Outlands wurden neu gestaltet, ein Spiegel des alten Avalon. Der Royale Kontinent hat sich auch verändert: Caerleon ist nicht mehr eine Brücke zwischen Ländern, aber mit dem Überleben des Schwarzmarktes und den neuen Effekten für Handwerk und Verfeinerungsaktivitäten verbleibt es vielleicht in seiner Rolle als Nabe des Rades.

Und die Outlands? Die Avalonier haben sie mit ihrer seltsamen, mächtigen Magie auseinandergenommen und als Abbild des alten Avalon wiedererschaffen. Danach sind sie wieder unter der Erde verschwunden, in ihren alten Gewölben, auch wenn man ab und an einen Eingang zu diesen Rückzugsorten in der Wildnis finden kann. Vielleicht können wir den Kampf zu ihnen bringen, wenn wir nur genug Kämpfer aufstellen können, und Rache für die Vernichtung fordern, die sie über unsere Lande brachten... und vielleicht können wir ihnen dann nicht nur ihre Energie abnehmen, sondern auch Teile ihrer mächtigen Rüstungen und Magie für uns erkämpfen.

Eines ist sicher: Veränderung hat Einzug gehalten in Caerleon und den Outlands. Wir haben die Wahl – Wir können uns die Anpassung daran verweigern, und zu Relikten der Vergangenheit verkommen. Oder wir stürzen uns mit all unserer Energie und Mut darauf, nutzen diese Chance und holen uns unser eigenes Stück der Zukunft und dieser neuen Welt. Ich wähle Letzteres.

Dies war mein letzter Bericht – vielleicht kreuzen sich unsere Wege in den Outlands.


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