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Outlands Report #3: Ins Chaos hinab

Rex the Red meldet sich aus Mercia, wo die Ereignisse eine neue, tödliche Wendung genommen haben.

13. Januar 2020 um 12:31 von Rex the Red


I. Statuen und Schwärme

Es waren ein paar wilde Monate: Überall in den Outlands neue Gegner, und die marschieren einfach über die Territorien der Leute und machen sich da breit. Wir Leute in den Outlands sind auf jeden Fall anpassungsfähig, das müssen wir ja sein, und wir haben uns drum gekümmert, auch wenn wir ein bisschen andere Ausrüstung brauchen oder auch mal rennen müssen, wenn es zu viel wird – oder man halt, wie in meinem Fall, auch noch mit dem deutlich weniger hübschen (und definitiv schlimmer riechenden) Bruder vom hübschen Jim, Pete dem Schmuggler, herumziehen muss. Pete kennt sich mit dem Kriegsbogen aus, und er weiß auch, wie man das gute Zeug findet und nach Caerleon schaffen kann, ohne dass Irgendwer dran geht oder einen Teil davon abgreift.

Ich kam mit Jim und Pete grade zurück aus einem ziemlich … ertragreichen Lager der Anhänger Morganas, schwer beladen mit unserer Beute, Artefakten und ein paar glitzernden Fellen, die uns noch über den Weg gelaufen waren, als eine dieser fliegenden Kugeln auf uns zu stürzte. Wir springen behänd aus dem Weg und landen einige Treffer, das Ding zerfällt sofort in seine Einzelteile, kein Problem. Also gehen wir weiter, um den Hügel herum, und da ist noch so eins, fliegt direkt in Jim hinein und haut ihn auch gleich um. Mit dem haben wir dann auch ein bisschen mehr Arbeit, aber wir stellen es außer Dienst und machen uns wieder auf den Weg.

Dann kam noch eins, und noch eins… und noch eins! Bald darauf haben wir die Quelle entdeckt: Eine große, plumpe Statue, aus einer Art weißen Metalls, die diese Teile ausspuckt, eins nach dem anderen. Wir haben uns auf den Kampf vorbereitet, unsere Tränke nochmal durchgeschüttelt und uns darauf gestürzt.

Mit einer Flut dieser kleinen runden Dingsies und dazu noch diesem zähen großen Statuen-Ding wurde es ein längerer Kampf. Wir mussten mit unserer Energie haushalten, das Ding treffen wann immer wir konnten und uns selbst zugleich vor dem Schwarm dieser Dinger schützen. Endlich, nach einigen anstrengenden Minuten, ist das große Teil dann endlich zusammengeklappt, und wir haben aus den Resten dann noch Einiges von der wertvollen leuchtenden Energie holen können.

II. Der Koloss

Mit der Beute in unseren Händen sind wir durch die Wildnis von Mercia zurück zum Portal gekommen. Aber unter dem andauernden Geklapper der Hufe unserer Pferde habe ich noch was anderes, ein deutlich tieferes Geräusch gehört – Irgendwas wie ein andauerndes Donnern oder Dröhnen – aber ich habe das abgehakt und den Kopftreffern zugeschrieben, die ich im Kampf gegen die Statue erhalten hatte.

Es wurde aber bald lauter, so laut, dass selbst Pete, der auf einem Ohr taub und auf dem Anderen halb taub ist, etwas hörte. Wir sprangen sofort von unseren Reittieren und konnten es direkt in unseren Knochen spüren – wumms, wumms, wumms. Das war etwas Neues. Wir zogen unsere Waffen und spähten aus den Bäumen hinaus auf die Lichtung, und wir hatten wieder keine Worte für das, was wir erblickten.

Es war eine Art von Maschine, angetrieben von Magie, riesig und schwerfällig, herumtrampelnd als wäre es der eigene Vorgarten. Du kannst über diese unheimlichen Magier sagen was du willst, sie betreiben wirklich Aufwand zum Schutz ihrer Energie-Kristalle. Aber dieses Ding... Es wanderte einfach nur umher, auf der Suche nach einem Kampf. Als wäre es ein Späher.

Wir haben Abstand gehalten und es mit einer weitläufigen Route um dieses riesige, umherstapfende Ding herum geschafft, ohne ihm im Kampf zu begegnen. Dann waren wir zum Glück auch wieder am Portal nach Caerleon. Aber als ich durch den schimmernden Ring hindurch auf die harten Steine der Straßen Caerleons trat, war mein übliches Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden nicht da. Stattdessen spürte ich eine neue Unruhe, ein Unbehagen. Nein, es war stärker: Ich hatte ein starkes Gefühl einer Vorahnung, als ob Caerleon selbst in Gefahr sei.

Seitdem haben wir Berichte gehört, dass diese Dinger überall in den Outlands auftauchen. Es heißt, die aus Mercia seien besonders aggressiv – als würden sie gezielt nach einer Schwäche suchen. Ich fürchte, das Ganze wird sich bald zuspitzen. Wie können wir eine solche Macht, mit so einer groben, hirnlosen Stärke und solch einer unnachgiebigen Energie aufhalten?

***

Bleib dran, der letzte Outlands Report kommt in den nächsten Wochen.


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