Die Welt Albions

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Welt

Reisende kommen von vielerlei Orten nach Albion. Die meisten unter ihnen sind Menschen, geschickt aus der Alten Welt. Jedoch war Albion von jeher das Ziel vieler Besucher, einschließlich Drachen, Geistern und Dämonen. Es zahlt sich aus, diese Orte genauer zu betrachten, sei es auch nur um zu verstehen, warum so viele darauf erpicht waren, sie zu verlassen.

Andere Orte von Bedeutung:

Die Alte Welt

Die Alte Welt ist riesig. Einst waren ihre zahllosen Inseln Teil eines einzigen Kontinents, bis eine urzeitliche Katastrophe alles änderte. Von oben erscheint die Alte Welt wie ein Komet. Eine große, beinahe runde Landmasse, der ein langer Schweif kleiner Inseln entströmt. Das Klima der Alten Welt ist gemäßigt, aber trocken. Dürreperioden sind keine Seltenheit, und Nahrungsmittelknappheit war einst der Hauptanlass für Konflikte zwischen den Hunderten kleiner Kriegsherren.

All dies änderte sich, als vor tausend Jahren ein Baby an die Küste gespült wurde. Sein Name war Mordred, und Krieg lag ihm im Blut. Schon als Kind zog er mit Banden umher, als Jugendlicher führte er sie an. Im Alter von vierzehn Jahren war er bereits ein Kriegsherr, und mit achtzehn befehligte er eine der gefürchtetsten Armeen. Mit zwanzig ernannte er sich selbst zum König. Diese Zeiten sind nur vage überliefert, doch scheint Mordred all dies nicht ohne Hilfe erreicht zu haben. Eine eingehende Untersuchung der Geschichte enthüllt Hinweise auf eine Beraterin, und so mancher Gelehrte vermutet, dass sie, und nicht Mordred, die revolutionären Taktiken und Rüstungen ersonnen hatte, die seine Streitkräfte im Kampf unbesiegbar gemacht hatten. Jedoch werden solche Vermutungen niemals laut geäußert, und seit den Tagen von König Melehan befinden sich die Originaltexte hinter Schloss und Riegel.

Derzeit herrscht König Mordred IV über die Alte Welt, welcher den größten Teil seiner Herrschaft mit dem Krieg gegen eine Allianz aus Kriegsherren, genannt Eiserne Freiheit, verbracht hat. Dieser Krieg hat zu großem Mangel, zu Unruhen, Aufständen und einem Anstieg der Kriminellen auf den Straßen geführt. König Mordred finanzierte seinen Feldzug durch verheerende Steuern und hielt die Ordnung durch Ausgangssperren, strenge Gesetze und schwere Strafen aufrecht.

Dementsprechend hart ist das Leben in der Alten Welt, mit wenig Raum zur Verbesserung der eigenen Lebensumstände. Die Reichen bemühen sich, ihre Reichtümer beisammen zu halten, die Armen bemühen sich, nicht zu verhungern. Die Maßnahmen des Königs verhindern den kompletten Zusammenbruch, erleichtern aber nicht das Elend der Bevölkerung.

Im Gegensatz zu Albion ist die Alte Welt ohne Magie. Es gibt dort keine Dämonen, keine Drachen und keine legendären Kreaturen. An diesem trostlosen Ort verbringen die meisten ihr Leben unerkannt, zu beschäftigt mit dem täglichen Überlebenskampf um für die Zukunft zu planen. Doch zwischen Fron und Schlaf wagt hier und da manch tapfere Seele von Besserem zu träumen.
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Die Dämonenebenen

Orte aus schmelzendem Fels und ewigem Feuer. Unter der endlosen, eisigen Leere des Himmels bilden sich Formen in den Lavameeren; blubbernde Gesichter, die mit gurgelndem Schrei zerplatzen. Was können Dämonen anderes schaffen als Elend, wenn sie solch einem Ort entstammen?

Jedoch sind nicht alle Dämonen die Brut des Feuers. Wer die passenden Rituale beherrscht, oder die richtigen Torwächter findet, dem stehen andere, noch seltsamere Höllenreiche offen. Orte, an denen Sturmwolken das Land mit aufgeblähten Leichen bombardieren, wo Dämonen die Ausmaße eines ganzen Reiches haben, über deren Augen geringere Dämonen segeln, auf Inseln aus gefrorenen Tränen.

Hier zu verweilen heißt, den Tod herauszufordern – oder Schlimmeres. Doch inmitten der tödlichen Gefahr wartet auch Belohnung. Unmengen seltener Seelensteine von unglaublicher Macht, und Waffen ungleich allem, was Menschenhand erschaffen kann. Ruhm und Reichtümer im Überfluss für alle, die dumm oder stark genug sind, das Risiko einzugehen.
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Das Land der Toten

Vielleicht wäre der passendere Titel für diesen Ort: Das Land der Untoten. Denn dort gibt kaum etwas, das sich nicht bewegt. In den ewigen Nebeln lauern Geisterlegionen, Gespenster und verlorene Seelen, derer die meisten schon vor Jahrtausenden den Verstand verloren haben. Die listigen Wenigen wollen die Lebenden beherrschen, die Anderen sie nur aussaugen.

Auch findet man hier die Schatten von Bäumen und die Geister von Tieren, doch sind diese meist schwach und flüchtig.

Im Zentrum des Landes der Toten zerrt ein schwarzer Strudel an all den ungebundenen Geistern, zerreißt sie Stückchen für Stückchen, stiehlt ihre Erinnerungen, eine nach der anderen, bis sie letztlich aufgeben und vom Strom mitgerissen werden, hinab in die ewige Vergessenheit.
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